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Größte Fachgewerkschaft

Wir sind in der Justiz im Gefüge des öffentlichen Dienstes die größte Fachgewerkschaft und es ist sehr wichtig, dass wir uns an den entsprechenden Schaltzentralen noch mehr Gehör verschaffen. Dadurch erzielen wir gleichzeitig eine bessere Wahrnehmung unserer Gewerkschaft nach außen.
Die DJG Deutsche Justiz-Gewerkschaft (DJG) ist die Dachorganisation für Justizbedienstete (Beamte und Tarifbeschäftigte) der einzelnen Länder. Wir gehören zum großen Kreis des Deutschen Beamtenbundes (DBB) und Tarifunion.
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Sicherheit in der Justiz

Die Vorgänge beim Amtsgericht Dachau haben zu einem Aufschrei in der Bundesrepublik geführt.
Die Sicherheit in den Justizgebäuden hat endlich ein Echo in den Medien gefunden.

Es handelt sich um keinen Einzelfall; bereits in der Vergangenheit wurden in Gerichtsgebäuden Bedienstete bedroht, angegriffen oder gar erschossen

Die Aktenlage lässt nicht immer auf die emotionale Situation des Bürgers, der vor Gericht steht, schließen. Häufig sind die Bürger zum ersten Mal im Gerichtsaal und mit der Situation völlig überfordert.

Die Sparmaßnahmen, von denen die Justiz von den Finanzministern der Länder nie ausgenommen wird, führen häufig dazu, dass vor allem Stellen im Justizwachtmeisterdienst eingespart werden.

Wir als Gewerkschaft sind der Meinung, dass das ein Fehler ist. Die Justizwachtmeister sind die einzige Berufsgruppe in der Justiz, die im Rahmen ihrer Aufgaben – hierzu gehören auch Einlasskontrollen und Sitzungsdienste - zu einer höheren Sicherheit in den Justizgebäuden beitragen.

Wir fordern schon lange eine fundierte Ausbildung einzuführen und die Justizwachtmeister so auszustatten, dass sie der Sicherheitsfachmann sein können, der diesem Berufsstand auch zusteht.

Die Ausbildung in den einzelnen Bundesländern ist sehr unterschiedlich, ebenso wie die Stellenausstattung.

Die Sicherheit in den Justizgebäuden und somit aller darin befindlichen Personen hat nicht ausschließlich mit Technik zu tun, sondern auch mit einer ausreichenden Stellenausstattung.

Elke Koch
Bundesvorsitzende


Jubiläum



60 Jahre Deutsche Justiz-Gewerkschaft


Am 30. Juni 1951 wurde in Dortmund der Bund der mittleren Justizbeamten, Justizwachtmeister und Strafanstaltsbediensteten Deutschlands gegründet. Dies war die Wiege unserer Deutsche Justiz-Gewerkschaft. Am 16. Mai 1953 wurde der Namen in Bund Deutscher Justizbeamten e.V. geändert. Mit der Öffnung für den Tarifbereich erfolgte dann am 27. September 1984 die Umbenennung in Deutsche Justiz-Gewerkschaft e.V.
Von 1951 bis 1959 leitete August Keil die Geschicke des Verbandes, noch länger, nämlich von 1959 bis 1980 lagen sie den bewährten Händen von Gottfried Gloger. Von 1980 bis 1988 übernahm Roderich Deichsel die Führung, dieser wurde 1988 von Franz Eckert abgelöst, der sein Amt bis 1996 ausübte. Die Amtszeit von Horst Mix dauerte von 1996 bis 2004. Seit 2004 obliegen die Aufgaben der Bundesvorsitzenden erstmals einer Frau, Elke Koch, die auch zur Zeit noch amtierende Bundesvorsitzende ist.

Diesen Vorsitzenden mit ihren Funktionären und vor allem aber den Mitgliedern ist es zu verdanken, dass wir heute dieses runde Jubiläum feiern konnten.

Vieles hat sich in diesen sechzig Jahren ereignet zum Wohle, in jüngster Vergangenheit aber manchmal auch zum Wehe unserer Mitglieder. Erfolge zu verbuchen ist eher mager geworden. Dies hängt aber nicht mit dem Tatkraft der Deutschen Justiz-Gewerkschaft zusammen, sondern wird den leeren öffentlichen Kassen geschuldet. Wer jetzt denkt, warum dann noch Beiträge zahlen und Mitglied bleiben, die erreichen doch sowieso nichts für uns, der liegt völlig falsch. Gerade in diesen harten Zeiten gilt es fest zusammenzustehen, um das Erreichte mit aller Macht zu verteidigen und Neues auf den Weg zu bringen. Jedes Mitglied zählt. Nur eine große starke Macht gewinnt den Respekt der Arbeitgeberseite.

Wir wünschen uns Allen noch eine über viele Jahrzehnte fortbestehende gute Arbeit zum Wohle aller Kolleginnen und Kollegen.

Aus Anlass des Jubiläums wurde eine » Chronik [1.611 KB] herausgegeben.

Ihre/Eure
Margot Scherer
stv. Bundesvorsitzende


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